Gedicht „Sinnsuche“

Gedichte

„Sinnsuche“ von Jürg K. Spielmann

Sinnsuche

Sinn wo bist du hin
Meer wo kommst du her
Kähne ohne Kiel
Träne ohne Ziel

Weg wie bist du lang
Steg auf dir der Gang
wippend weit kein Halt
kippend wohl schon bald

Gier was stiehlst du mir
Krieg ich was dafür
rot siehst in der Not
Tod das ist dein Brot

Sinn ich such dich in
Herzen voller Schmerzen
Augen die noch taugen
Ohren nicht verloren

Brauche dich und fauche
wehre mich der Leere
Stütze wäre nütze
Stund für festen Grund

Zeige dich und steige
auf in meinem Lauf
finde mich im Winde
Hauch in meinen Strauch

Spute dich fürs Gute
Fülle Sinn und Wille
schenke Licht und denke
Rat parat zur Tat

Sinn wo bist du hin
scher dich wieder her
hin den Faden Spinn
Sinn mit dir ich bin

© Jürg K. Spielmann

«Von Sinnen», Sinn und Unsinn – Ohrkost

«Sinn», das ist ein vielschichtiges Wort, klein in der Gestalt, aber gross in seiner Wirkung. Da mag einem der «Sinn des Lebens» in den Sinn kommen. Wohin? In den Sinn eben, den Verstand, den Geist, der den Sinn entdeckt und seiner gewahr wird. Sinn und Denken sind eng verwandt. Es gilt darüber nachzusinnen, was meinem Leben Sinn und damit Ausrichtung, Inhalt, Erfüllung und letztlich ein Ziel gibt. Macht es nicht Sinn, über dieses sinnenhafte Wort und Thema sinnreich zu sinieren? Das versuche ich in dieser Ohrkost.